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Matters


Der ITM-Blog

Mobile First, oder?

Wir müssen umdenken.

Alles was wir bis jetzt gemacht haben ist inneffizient und nicht mehr up to date. Mit solchen Aussagen fühlt man sich als Mensch der sich nun mal mit digitalen Medien und vor allem Webentwicklung beschäftigt ja doch öfters mal konfrontiert, doch nun ist es endlich so weit, man fühlt sich dabei ertappt zu denken, dass der Verfasser des Artikels "Mobile First + Progressive Enhancement"  recht haben könnte. Die neuen Medien (Handy, Tablet etc.) zwingen uns zu einem Umdenken. Jedes Gerät kommt mit einer anderen Auflösung, die klassische Produktionsweise um eine Webseite herzustellen sind nicht mehr adäquat um die Kunden zufrieden zu stellen.

(Quelle: http://blog.kulturbanause.de)

Wir müssen umdenken.

„Mobile First“ und „Progressive Enhancement“ sind die Zauberworte die die Scene umtreiben. Das Allheilmittel für jeden Webdesigner und Coder. „Prototyping“ und „Style Tiles“ heißen seine Wirkstoffe.  
Doch genug Buzzwordbingo, was steht hinter diesem seit einiger Zeit propagiertem neuen Ansatz der alles revolutionieren soll?
Wenn man sich das ganze so durchliest kommen einem schnell alte Designrichtlinien wie „form follows function“ in den Sinn. Webseiten sollen Informationen vermitteln und das auf den Punkt, egal auf welchem Medium.
Wer bisher also super up to date war hat seine Webseiten nach dem „Progressive Enhancement“ Prinzip gestaltet, also als erstes seine Inhalte strukturiert, und danach die Seite auf Basis des schwächsten anzunehmendem Systems umgesetzt. Neuere Technologien wie jquery Animationen, Videos, CSS3 usw. wurden später über „Feature Detection“ für moderne Systeme nachgepflegt.

Und jetzt... MOBILE FIRST:


(Quelle: Samsung)

Wir planen am Anfang noch mehr, und wer hätte es gedacht, wir fangen mit der mobilen Version der Webseite an, also dem System mit dem kleinsten Display und der schwächsten Rechenpower... (da fängt der Trugschluss meiner Meinung nach schon an, mein Handy hat einen schnelleren Prozessor als mein Laptop und und eine größere Displayauflösung), der Fokus liegt also noch stärker auf der Informationsaufbereitung. Wenn Alles auf dem Handy funktioniert, werden über Media Querys größere Systeme berücksichtigt und weitere Funktionen und Styles eingefügt. Alles wird von Anfang an im Browser entwickelt.
Der Vorteil liegt auf der Hand: alle User bekommen das beste Ergebnis so schnell wie möglich.
Der propagierte Nachteil: Es ist Aufwändig und...

WIR MÜSSEN UMDENKEN.

Wenn ich mir den Alltag in der Webentwicklung so anschaue muss ich ehrlich sagen das ich das Umdenken nicht in den Agenturen sehe, oder zumindest nicht das Problem des Umdenkens. Wir sind ständig mit neuen Marktentwicklungen konfrontiert, wir setzen uns fast täglich mit neuen Trends und Strömungen auseinander. Wir sind es gewohnt umzudenken.
Aber wie mache ich meinem Kunden klar das er keine schönen Photoshop Layouts mehr bekommt, wie mache ich ihm klar das er sich ein Wireframe anschaut und mir schon vertrauen muss das ich ihm das nachher schön mache. Wie mache ich ihm klar das seine Webseite zwangsläufig nicht mehr auf jedem System gleich aussieht und er erst im letzten Schritt die Webseite auf seinem Rechner im Betrieb sehen kann.
Wie mache ich ihm klar das wir erhebliche Mehrkosten fahren weil wir uns erst mal ausdenken wie wir seine Webseite strukturieren auch wenn er dafür kein Design sieht.

Ich glaube der „Mobile First“ Ansatz ist bestimmt gut, aber eben nur für manche Kunden. Auch „Progessive Enhancement“ bietet wundervolle Vorteile, aber nur für manche Kunden.

Ich gehe jetzt Umdenken!


Gepostet von tobias am 14. November 2013