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Der ITM-Blog

Daimler Benz – Quo Vadis?

Als Stuttgarter kommt man nicht umhin, die neuen Daimler Modelle als Erster in ihrem natürlich Lebensraum beobachten zu können. Das jüngste Mitglied der Familie, die neue A-Klasse, ist hier schon an vielen Ecken anzutreffen. Man muss nur genau hinsehen, um den kleinen Racker zu entdecken. Sie hat ihr biederes Kleidchen abgelegt und sich ein viel schnittigeres Äußeres zugelegt – schade aber nur, dass damit auch die Einzigartigkeit abgelegt wurde. Früher war sie zwar das hässliche Kind, aber mit praktischen Qualitäten, so dass doch der eine oder andere sich mit ihr abgab. 

Jetzt hat sich Daimler aber wohl mit zu vielen Liebhabern ins Bett gelegt und wollte es jedem recht machen. Herausgekommen ist etwas, das sich kaum von dem unterscheidet, was aus Asien zu uns kommt. Man hat sich am globalen Genpool bedient und landet so im Design-Niemandsland. Ein Kia Ceed spielt rein formal in derselben Liga. Natürlich sind die verwendeten Materialien bestimmt die besseren, und es gibt ein paar technische Raffinessen, die die koreanische Konkurrenz nicht bietet, aber reicht das aus, um sich zu unterscheiden? Ich denke nicht – man hat hier das Bonbon einfach zu lange rund gelutscht. Würde der Stern nicht draufkleben, hätte man gar keine Idee, wer das Auto hergestellt hat. Dazu kommt, dass das Auto zumindest von hinten irgendwie unfertig aussieht (ist mir heute morgen aufgefallen, als wir hinter einem im Stau hergezuckelt sind). Dass das bei einem Kia auch so ist, steht außer Frage, aber das ist sicherlich auch nicht der Anspruch der Marke.

Was bleibt ist der gute alte Mercedes G, als letzten Vertreter eines eigenständigen Designs aus Untertürkheim, welches auch ohne Emblem erkannt wird. Schade eigentlich.


Gepostet von stephen am 29. November 2012