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Matters


Der ITM-Blog

Global Service Jam 2011

Letztes Wochenende war ich einer der glücklichen Teilnehmer des Global Service Jam 2011 in Stuttgart (Böblingen, um genau zu sein). Der Jam war eine Veranstaltung, initiiert von Markus Hormess und  Adam Lawrence von der Service Design Agentur “Work•Play•Experience“, mit dem Ziel,  in 48 Stunden einen Service zu entwerfen und präsentabel zu machen. Stattgefunden hat das Ganze gleichzeitig an 59 Orten weltweit mit 1263 Teilnehmern, die insgesamt 203 Services (Dienstleistungen) entworfen haben.

Nachdem ich von meinem früheren Kollegen Chris Latterel die Einladung  zu der Veranstaltung bekommen hatte, fragte ich mich zuerst – “OK, spannend, aber was soll ich da?”. So ging es bestimmt den meisten Teilnehmern – denn unter Service Design konnten sich die meisten nichts vorstellen. Wir waren in Böblingen eine wild zusammengewürfelte Gruppe von Leuten aus der IT-Branche, Künstlern, Berufsaussteigern, Coaches, Grafikern und Marketingleuten. Alle keine Service Designer, aber alle ohne Berührungsängste.

Nachdem uns am Freitag Abend das Thema “(Super) Hero” enthüllt wurde und ein paar wirklich hilfreiche Hinweise zum Vorgehen gegeben wurden, nahm der Jam Fahrt auf.

Die hilfreichen Tipps, die man ohne weiteres auf jeden Kreativprozess anwenden kann:

  1. Never fall in love
  2. Co-Create
  3. Doing not talking
  4. Try new things (Methoden und Tools)
  5. Play, seriously
  6. Adjust Expectations

Unsere Gruppe verrannte sich am Samstag erst einmal für einen halben Tag in einer Idee, welche sich als Rohrkrepierer erwies. Wir missachteten definitiv die Tipps 1, 3 und 5. Unsere Hosts gaben uns eine Stunde, um die Idee halbwegs präsentabel zu machen. Wir traten das Projekt in die Tonne und entwickelten innerhalb der nächsten Stunde einen komplett neuen Ansatz samt eines halbwegs funktionierenden Prototyps des Services. “Kick & Done” Dass die Idee gut war merkten wir innerhalb von 5 Minuten. Der Rest war einfach nur Spaß. Am Sonntag ging es dann darum das Ganze in eine Präsentation zu packen. Um 15:00 Uhr mussten wir das Ganze auf die Global Service Jam Website hochladen, und unser Projekt abschließen. Die Resultate kann man sich in ein paar Tagen auf Global Service Jam ansehen. Auch unser Projekt “Kick & Done” wird dann dort vertreten sein.

Nach dem Wochenende  lässt sich sagen, dass 48 Stunden für eine Idee nicht viel sind – vor allem für etwas, von dem man keine Ahnung hat. Umso mehr eine großartige Erfahrung. Der nächste Jam kommt im Oktober – wer sich dafür interessiert: http://globalsustainabilityjam.org/

**** ZUSATZ ****
Unter http://planet.globalservicejam.org/projects findet ihr alle Projekte, die bei den Jams rund um die Welt entstanden sind.


Gepostet von jenny am 17. March 2011